CrewAI macht aus einzelnen Agenten ein Team mit Rollen, Zielen und Übergaben. Statt einem Allrounder mit 20 Tools bauen Sie spezialisierte Agenten, die zusammenarbeiten — wie eine echte Abteilung.
01Das Crew-Modell
Eine Crew besteht aus Agents (Rollen mit Goals und Tools), Tasks (was zu tun ist) und einem Process (sequentiell oder hierarchisch). Der Prozess bestimmt, ob ein Manager-Agent delegiert oder ob die Tasks linear durchlaufen.
- Agent: definiert Rolle, Ziel, Backstory, Tools.
- Task: konkrete Anweisung, idealerweise mit Output-Schema.
- Crew: orchestriert Agents und Tasks.
02Minimal-Beispiel: Research-Crew
Wir bauen eine Crew mit einem Researcher (sucht Quellen) und einem Writer (synthetisiert einen Report). Der Researcher übergibt Notizen an den Writer.
pythonfrom crewai import Agent, Task, Crew, Process researcher = Agent( role='Marktanalyst', goal='Identifiziere Schlüsseltrends zum Thema {topic}', backstory='Erfahrener Researcher mit Fokus auf B2B-Märkte.', tools=[search_tool], ) writer = Agent( role='Tech-Autor', goal='Schreibe einen prägnanten Report aus den Research-Notizen.', backstory='Schreibt für Entscheider, kein Marketing-Speak.', ) research = Task(description='Recherchiere {topic}', agent=researcher) write = Task(description='Verfasse Report', agent=writer, context=[research]) crew = Crew(agents=[researcher, writer], tasks=[research, write], process=Process.sequential) result = crew.kickoff(inputs={'topic': 'Agentic AI im Mittelstand'})
03Wann Multi-Agent kontraproduktiv ist
Multi-Agent klingt mächtig, ist aber teurer (mehr Tokens), langsamer (mehr Round-Trips) und fehleranfälliger (Übergabe-Bugs). Für einfache Pipelines reicht ein einzelner Agent mit guten Tools fast immer aus. Multi-Agent lohnt erst, wenn die Domäne wirklich verschiedene Expertisen braucht.
Key Takeaways
- →CrewAI ist der pragmatischste Multi-Agent-Stack heute.
- →Klar definierte Rollen und Output-Schemas sind Pflicht.
- →Multi-Agent ist kein Default — wählen Sie es bewusst.